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TUS OST Bielefeld

Brücken Bauen … von der Kita in die Grundschule

 

Ziel des Projekts

Der Übergang von der gewohnten Kindertagesstätte in die noch unbekannte Schule bedeutet für einige Kinder eine besonders große Herausforderung. Das Projekt Brücken Bauen hilft diesen Kindern, den Wechsel des Lernorts zu meistern und ermöglicht für sie einen sanfteren Übergang. Eine pädagogisch qualifizierte „Brückenbauerin“ soll in der Zeit, in der sich für die Kinder einiges verändert, ein fester Pol und Ansprechpartner bleiben. Diese individuell gestaltete Begleitung soll den Kindern zusätzlichen Halt und Sicherheit geben, damit sie sich ohne persönliche Rückschritte den neuen Aufgaben in der Schule zuwenden können.

Hintergrund des Kooperationsprojekts

Das Projekt wurde im Frühjahr 2012 in enger Zusammenarbeit mit einer Kita und einer Grundschule aus dem Quartier entwickelt und erstmalig durchgeführt. Dabei wurde auf Erfahrungen, die in einem ähnlichen Projekt an einer weiteren Grundschule in Bielefeld gemacht wurden, zurückgegriffen. Mit Unterstützung des Sozialdezernats der Stadt Bielefeld konnte die Martini-Stiftung als Förderer des Projekts gewonnen werden. Der TuS Ost übernimmt die Koordinierung des Projekts. Der/die Kinder- und Jugendkoordinator/in ist Ansprechpartner in organisatorischen und inhaltlichen Fragen für die Projektpartner und die Brückenbauerin.

Projektdesign

Ein Projektjahr beginnt jeweils im Februar und damit zu dem Zeitpunkt, zu dem sich die ausgewählten Kinder noch in der Kindertageseinrichtung befinden. Bei der Auswahl wird das Augenmerk besonders auf die Kinder gelegt, die durch ihre Persönlichkeit sowie ihre allgemeine Lebenssituation von einer zusätzlichen Begleitung profitieren werden. In der ersten Phase der zwölfmonatigen Projektdauer stehen die Kontaktaufnahme und ein allgemeines Kennlernen im Vordergrund. Es werden individuelle Entwicklungsziele für jedes Kind festgelegt und darauf aufbauend spezifische Methoden zur Zielerreichung festgelegt. Neben der Arbeit mit den Kindern haben der Austausch und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern in dieser Phase einen hohen Stellenwert. Um die Kinder mit dem neuen Lernort vertraut zu machen, erkunden sie gemeinsam mit der Brückenbauerin nach dem Abschied von der Kita im Juni/Juli das Schulgelände und die Umgebung. Natürlich gehört auch die Teilnahme am Besuchstag der Schule dazu. In den Sommerferien haben die Kinder die Möglichkeit bei den Ferienspielen im Sport- & LernPark teilzunehmen und dort auf andere Kinder zu treffen. An den ersten Schultagen ist die Brückenbauerin laufend vor Ort und unterstützt die Kinder bei der Eingewöhnung. Im weiteren Verlauf werden an ausgewählten Nachmittagen, eingebettet in die Offene Ganztags-Betreuung, weitere Aktionen, allein oder in der Gruppe angeleitet.

Daneben nimmt die Brückenbauerin regelmäßig am Unterricht teil und führt fortlaufend Elterngespräche. Sie kann so direkt und gezielt bei Problemen intervenieren. Mit einer Evaluation Ende Januar endet das Projektjahr. Zusammen mit den Kindern und deren Familien wird ein Abschied gefeiert und die ‚Brücke ist fertig gestellt‘.

Wir hoffen, dass wir auch in den nächsten Jahren noch viele Brücken bauen können und bedanken uns bei allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit!